Nach der Polyvagal-Theorie von Stephen Porges unterscheidet man zwischen dem Zustand des sozialen Engagement – also man fühlt sich ruhig, sicher und verbunden, und den Zuständen von Aktivierung im Extrem Kampf oder Flucht und Deaktivierung/ Entspannung was dann im Extrem zum Erstarren führt.

Jeder Zustand hat seine Funktion als Überlebensreaktion aber auch im Alltag indem mal mehr Aktivierung erlaubt wird wenn Energie gebraucht wird oder das Nervensystem einen Impuls zur Entspannung sendet. Problematisch wird es dann wenn nach einem Trauma diese Energie nicht verarbeitet wird und dann dauerhaft aktiviert bleibt.

Meistens betrachten wir uns im sogenannten „Top-Down“ – unsere Gedanken haben einen Einfluss auf unsere Gefühle und unseren Körper. Das ist erstmal auch richtig und gleichzeitig gilt auch das Gegenteil, genannt „Bottom-Up“. Unser Körper beeinflusst unsere Gefühle und unsere Gedanken. Einige Verfahren fokussieren mehr auf „Top-Down“, vor allem wenn es darum geht zu verstehen was passiert ist oder die eigenen Muster zu verstehen usw. Körperorientierte Verfahren nutzen beide Wege Top-Down und Bottom-Up.

Wenn mein Nervensystem in Flucht feststeckt dann werde ich entsprechende Gedanken haben, es gibt vielleicht auch eine Grundstimmung das es nie sicher ist, man sich ständig bewegen, vorwärts kommen muss. Wenn ich im Kampf-Modus bin dann geht es um Allianzen, wer ist Freund und wer ist Feind, gut und böse, alle sind gegen mich – es gibt zig Varianten davon.

Typische Erstarren Gedanken sind: es wird sich nie ändern, ich könnte mich ewig ausruhen, Gedanken von Hilflosigkeit. Das Verstehen vom Nervensystem bedeutet für mich mehr und mehr beobachten zu können, aus welchem Zustand heraus meine Gedanken und Gefühle kommen und im nächsten Schritt sie vielleicht nicht als absolute Wahrheit zu sehen. Stattdessen kann ich dann erstmal schauen, was ich brauche um in einen anderen, regulierten Zustand zu kommen.

Neugier ist ein gutes Anzeichen dafür das ich wieder im sozialen Engagement Teil des Nervensystems gelandet bin.

Wenn du mehr über meine Arbeit lernen möchtest, buche gerne ein 15 minütiges kostenloses Erstgespräch. Dort können wir uns kennenlernen und herausfinden wie ich dich begleiten kann.

Der nächste Schritt wäre dann eine erste 90 min Session zur Anamnese und auch damit du einen ersten Eindruck von meiner Arbeit bekommen kannst. Wir schauen auch welche der Methoden, die ich gelernt habe am besten für dein Anliegen passen würde.

Das Nervensystem in neue Bahnen und Möglichkeiten zu lenken braucht Zeit. Wir machen individuell den Rahmen der Sessions aus, also Rhythmus und voraussichtliche Dauer.

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